
Toleranzen:
* Um Rundkappen aus Weich-PVC prozesssicher produzieren zu können, benötigen wir für die Herstellung in Abhängigkeit von der inneren Länge, Mindestwandstärken von 1,7 bis 2,0mm.
Die Verwendung getauchter Rundkappen zum Schutz von Ankerbolzen, Gewindestangen und Befestigungsschrauben beim Bau, Repowering und Rückbau von Windkraftanlagen bietet vier wesentliche Vorteile.
Die Produktion von runden Schutzkappen im Tauchverfahren ist wirtschaftlich sehr interessant. Im Gegensatz zum Spritzgießen sind für die Fertigung nur einfache und damit kostengünstig hergestellte Tauchwerkzeuge notwendig. Die in einem Ofen aufgeheizten Tauchwerkzeuge werden in ein Bad voll flüssigem PVC getaucht. Beim Kontakt des heißen Formwerkzeuges mit der PVC – Paste, auch Plastisol genannt, bildet sich an der Außenkontur der runden Kerne zunächst eine dünne Haut, die sich bis zum Ende einer definierten Verweilzeit im Tauchbad zur gewünschten Wanddicke der Rundkappen ausbildet.
Die zu erzielende Wandstärke ist abhängig von der Temperatur des Werkzeuges, der Verweilzeit des Werkzeuges im Tauchbecken und der Viskosität des PVC-Werkstoffs. Die benötigte Mindestwanddicke ist abhängig von der inneren Länge der Kappe, die wiederum über die Eintauchtiefe der Werkzeugkerne gesteuert wird.
Nach dem Herausziehen des Tauchwerkzeuges aus dem Tauchbad läuft und tropft das überschüssige PVC-Material ab, wobei eine mögliche Verlaufspur und Tropfenbildung am geschlossenen Ende der Kappen nicht vermieden werden kann.
Im Anschluss wird das mit einer PVC-Schicht versehene Mehrfachwerkzeug erneut erhitzt, um die gummielastischen Eigenschaften des PVC-Werkstoffes zu erreichen. Dieser Arbeitsschritt wird häufig auch als Gelieren bezeichnet.
Nach dem Abkühlen werden die Rundkappen mit einem Hilfswerkzeug manuell von den Kernen abgezogen.
Unsere PVC-Tauchteile werden mit einem salzfreien Wärmeträgersystem gefertigt – ganz ohne Lithiumnitrat oder Kaliumnitrat - für maximale Reinheit und Sicherheit. Das Ergebnis sind besonders saubere, formstabile und langlebige PVC Tauchteile und PVC Beschichtungen, die höchsten Qualitätsanforderungen entsprechen – umweltschonend gefertigt, bei gleichzeitig verbesserter Arbeitssicherheit und einfacherer Entsorgung.
Das von HAMCO eingesetzte Standard-Weich-PVC der Covytec® 3841, das überwiegend verarbeiten wird, verfügt mit 85 Shore A über eine gute Kombination aus Formsteifigkeit und Dämpfungseigenschaften und weist in der Farbe schwarz eine gute Stabilität gegen UV- und Witterungseinflüsse auf.
Die phthalatfreien und F&DA konformen Rezepturen von Covytec® 9977 BIO in 68 Shore A und Covytec® 1649 BIO in 82 Shore A erlauben zudem die Einfuhr und den Einsatz der Rundkappen im US-amerikanischen Markt.
Die Wandstärke wird am offenen Ende der Kappe zerstörungsfrei gemessen. Sie nimmt verfahrensbedingt zum geschlossenen Ende der getauchten Kappen kontinuierlich zu. Ablaufspuren und Ablauftropfen am geschlossenen Ende sind ebenfalls verfahrensbedingt nicht vollständig zu vermeiden.
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| Innen-Ø [mm] | Standardhöhe H [mm] | Höhe H min. [mm] | Höhe H max. [mm] | |
|---|---|---|---|---|
| RD - Kappe | 30 | 50 | 35 | 580 |
| RD - Kappe | 32 | 50 | 35 | 420 |
| RD - Kappe | 33 | 50 | 35 | 400 |
| RD - Kappe | 35 | 50 | 35 | 500 |
| RD - Kappe | 36 | 50 | 35 | 350 |
| RD - Kappe | 38 | 50 | 35 | 400 |
| RD - Kappe | 39 | 50 | 35 | 400 |
| RD - Kappe | 40 | 50 | 35 | 350 |
| RD - Kappe | 41 | 50 | 35 | 350 |
| RD - Kappe | 42 | 50 | 35 | 520 |
| RD - Kappe | 45 | 50 | 35 | 500 |
| RD - Kappe | 48 | 50 | 35 | 310 |
| RD - Kappe | 49 | 50 | 35 | 400 |
| RD - Kappe | 51 | 50 | 35 | 400 |
Die minimal oder maximal erreichbaren Wandstärken sind insbesondere abhängig von der gespeicherten Wärmeenergie der im Ofen erhitzten metallischen Tauchkerne und zu beschichtenden Bauteilen, der Verweilzeit der eingetauchten und sich im Tauchbecken abkühlenden Metallkerne und Bauteile, der Geometrie und der Viskosität des PVC-Werkstoffs.
Tendenziell können mit dickeren Tauchkernen, beispielsweise größeren Durchmessern runder Tauchkerne für die Herstellung von Rundkappen, auch größere Wandstärken erzielt werden. Für den Schutz von Schraubverbindungen werden Rundkappen für den Bau von Windkraftanlagen von z.B. 400mm Länge und Wanddicken von 4,5mm gefertigt.
Bei der Beschichtung von mitunter komplexen Bauteilgeometrien müssen die Wanddicken der Beschichtung in praktischen Versuchen ermittelt werden.
Damit die Tauchteile nach dem Geliervorgang problemlos von den unterschiedlich geformten Tauchkernen entformt werden können, benötigen sie eine ausreichende Mindestwanddicke. Ist die Wanddicke zu gering, kann das Tauchteil beim Entformen deformieren oder umstülpen.
Die erforderliche Mindestwanddicke hängt von der jeweiligen Geometrie des Tauchteils ab. Daher geben wir in unseren Angeboten die technisch notwendige Mindestwanddicke an.
Je nach Geometrie des Tauchteils werden die Tauchkerne unterschiedlich schnell und tief in das Tauchbecken ein- und wieder ausgetaucht.
Bleibt der Tauchkern zu kurz im Tauchbecken, dann die entstehende PVC-Schicht zu dünn sein, um das Teil anschließend deformationsfrei und prozesssicher entformen zu können. In solchen Fällen wird die Verweilzeit erhöht, um eine ausreichend starke Wanddicke zu ermöglichen.
Die Wandstärke unserer Tauchteile wird zerstörungsfrei am offenen Ende des Bauteils gemessen. Hierfür verwenden wir einen Messschieber, dessen Messschenkel die innere und äußere Oberfläche des Weich-PVC-Teils nur leicht berühren. Dieses Verfahren liefert zuverlässige Ergebnisse und ist für Tauchteile vollkommen ausreichend. Im Vergleich zu Spritzgussteilen sind die Wandstärken mit einer Toleranz von ± 0,2mm vergleichsweise großzügig ausgelegt. Da auch die Anforderungen an die Maßhaltigkeit in der Regel geringer sind, ermöglicht diese Messmethode eine sichere und praxisgerechte Qualitätskontrolle.
Nein. Beim PVC-Tauchverfahren (Dip Molding) als auch bei der PVC-Beschichtung (Dip Coating) lässt sich keine vollständig konstante Wanddicke über die gesamte Länge eines Produktes erzielen.
Die Wandstärke wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst, darunter die Verweilzeit des Tauchkerns bzw. dem zu beschichtenden Bauteils im Plastisol, die im Werkzeug oder Bauteil gespeicherte Wärmeenergie, die Geometrie des Tauchteils oder Bauteils sowie die Viskosität des verwendeten Weich-PVC.
Grundsätzlich entsteht die größte Wanddicke dort, wo der erhitzte Tauchkern / das erhitzte Bauteil zuerst mit dem Plastisol in Kontakt kommt. Dieser Bereich verbleibt während des Tauchvorgangs am längsten im Tauchbecken, sodass sich dort die stärkste PVC-Schicht aufbauen kann.
Bei einer einfachen Rundkappe ist die Wandstärke daher am geschlossenen Ende am größten und nimmt zum offenen Ende hin kontinuierlich ab.
Da der Schichtaufbau überwiegend über die im Tauchkern oder dem zu beschichtenden Bauteil gespeicherte Wärmeenergie erfolgt und die bereits gebildete PVC-Schicht gleichzeitig wärmeisolierend wirkt, sind dem Wandstärkenaufbau physikalische Grenzen gesetzt. Geringe Schwankungen der Wandstärke sind daher verfahrensbedingt und technisch nicht vermeidbar.
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