Worauf besonderer Wert gelegt wird ermitteln wir in einem gemeinsamen Gespräch mit den für das Endprodukt verantwortlichen Ansprechpartnern und Entscheidungsträgern der Einkaufs-, Konstruktions- und Entwicklungsabteilungen. Im nachfolgenden Wissensbereich werden insbesondere die konstruktiven Themen einer Beschichtung mit PVC intensiver behandelt.
Technische Serienteile oder individuell gefertigte Einzelstücke, Komponenten aus Metall wie Drehteile, Bolzen, Griffelemente, Biegeteile, Drahtgitter, Regale, Werkstückträger, aus Aluminium hergestellte Druckgußteile und gezogene Profilstücke oder auch Bauteile aus Glas lassen sich aufgrund Ihrer Materialeigenschaft Wärmeenergie zu speichern und nur langsam abzugeben, sehr gut im Tauchverfahren mit PVC beschichten.
Wärmeformstabile Kunststoffteile (> 200°C) und Blechteile ab einer Mindestwanddicke von 0,8mm hingegen lassen sich, theoretisch betrachtet auch beschichten. Doch erst Praxistests machen eine Beurteilung möglich, ob die Beschichtung den Erwartungen an eine Gummierung gerecht werden kann.
Neben den technischen, optischen, elektrisch isolierenden und haptischen Eigenschaften der PVC-Beschichtung, ist insbesondere auch der Schutz vor Umwelteinflüssen herauszustellen. Eine Beschichtung mit PVC empfiehlt sich insbesondere dann, wenn die Verwendung standardisierter Rundkappen oder Rechteckkappen keine ausreichende Alternative darstellen.
Beim Tauchbeschichten mit PVC (Polyvinylchlorid) wird ein von Öl- und Fettrückständen gereinigtes Bauteil aufgeheizt und anschließend an einer Werkstückaufnahme hängend in ein Bad aus flüssiger PVC-Tauchmasse unserer Covytec-Werkstoffreihe getaucht.
Die zu erzielende Schichtdicke ist abhängig von der Temperatur des Bauteils, der Verweilzeit des Bauteils im Tauchbecken und der Viskosität des PVC-Werkstoffs.
Nach dem Herausziehen des Bauteils aus dem Tauchbad läuft und tropft das überschüssige PVC-Material ab, wobei Verlaufspuren und Tropfenbildung nicht vollständig vermieden werden können.
Im Anschluss wird das beschichtete Bauteil erneut erhitzt, um die PVC-Schicht vollständig zu gelieren bzw. zu vernetzen und um letztlich die gummielastischen Eigenschaften des PVC-Werkstoffes zu erreichen.
Nach dem Abkühlen kann das Werkstück nachbearbeitet oder direkt verpackt werden.
Am Praxisbeispiel von Kranhaken und Greifern von Montageautomaten wird ersichtlich, dass sich die Forderung einer abriebfesten Beschichtung trotz zunächst gleichlautender Aufgabenstellung dennoch im Detail unterscheidet. Ist es beim Kranhaken die Kombination aus abriebfest und verdrehsicherem Halt eines eher harten PVC-Beschichtungswerkstoffes, so ist es beim Greifer das Zusammenspiel mit einem etwas weicheren PVC-Typs der Covytec-Werkstoffreihe mit ausreichender Dämpfungseigenschaft.
Aufgrund einer überwiegend optisch glatten und glänzenden Oberfläche der Beschichtung, kann bei weicheren PVC- Typen von einer rutschhemmenden Eigenschaft gesprochen werden. Für die Beschichtung von Griffelementen für Sportgeräte, die anwendungsgerecht mit bloßen Händen angefasst werden, liegen die zusätzlichen Vorteile in einer schnellen und leicht vorzunehmenden Desinfektion und Reinigung der Oberfläche.
Neben einer klassischen Teilbeschichtung, bei der Teile des Bauteils nicht beschichtet oder im Nachgang Funktionsflächen von der PVC Beschichtung freigeschnitten werden, ist auch eine Komplettbeschichtung möglich. Genau wie bei der Teilbeschichtung, muss das Bauteil vor dem Erhitzen und eigentlichen Beschichten im Tauchverfahren an einer Aufhängung (z.B. Drahtöse, Haken, Verschraubung, etc) befestigt werden. Nach dem Beschichten und der abschließenden Wärmebehandlung im Ofen werden die komplett beschichteten Teile von der Aufhängung heruntergenommen. Im Bereich der Aufhängung wird je nach Größe und Ausführungsart der Befestigung eine mehr oder minder stark ausgeprägte Fehlstelle an der Beschichtung zu erkennen sein.
Die Anwendungsbeispiele beschichteter Produkte sind so vielfältig wie die Wünsche und Prioritäten unserer Kunden der verschiedensten Branchen. So vertrauen selbst Kunden der Medizintechnik auf die Werkstoffeigenschaften unserer Covytec-PVC-Werkstoffreihe. In unserem Blogbeitrag Lösungen für sensible Anwendungen stellen wir praxiserprobte Anwendungsfälle vor.
Unsere PVC-Tauchteile werden mit einem salzfreien Wärmeträgersystem gefertigt – ganz ohne Lithiumnitrat oder Kaliumnitrat - für maximale Reinheit und Sicherheit. Das Ergebnis sind besonders saubere, formstabile und langlebige mit PVC beschichtete Bauteile, die höchsten Qualitätsanforderungen entsprechen – umweltschonend gefertigt, bei gleichzeitig verbesserter Arbeitssicherheit und einfacherer Entsorgung.
*Helle Farbtöne, die der Freibewitterung ausgesetzt sind, können durch Beimischen eines Rezepturbestandteils UV-stabil eingestellt werden. Dunkle Farbtöne wie schwarz und anthrazitgrau sind grundsätzlich UV-beständig.
Da sowohl das Grundmaterial (PVC-Plastisol) als auch ein UV-Stabilisator eine gelbliche Eigenfarbe haben, wird die Genauigkeit des RAL-Farbtons minimal beeinflusst. Wir bestätigen den Farbton ähnlich der RAL-Nummer.
Eine optisch matte und im Stile einer sandgestrahlten, haptisch anspruchsvollen, feinporigen Oberfläche unserer Covytec-Perlprofiltypen ist wegen dieser bemerkenswerten Werkstoffeigenschaften als Stilelement für designte, optisch wertige Beschichtungsteile zu empfehlen.

Allen Standard-PVC-Werkstoffen ist gemein, dass sie ohne den Einsatz eines Haftvermittlers, auch Primer genannt, keine feste Verbindung zu der Oberfläche der Beschichtungspartner eingehen. Die PVC-Funktionsschicht schrumpft nach verfahrensbedingter, abschließender Wärmebehandlung auf das Bauteil auf und umklammert das Bauteil sozusagen. Eine Beschichtung ohne den Einsatz von Haftvermittler reicht dennoch vollkommen aus, wenn die Geometrie des Bauteils ein versehentliches Verdrehen der Beschichtung behindert oder ein Ablösen erschwert.
Dass sich PVC-Schichten ohne den Einsatz eines Haftvermittler vom Bauteil rückstandslos entfernen lassen, machen wir uns zu Nutzen bei der manuellen Nachbearbeitung von Funktionsflächen, deren Beschichtung nicht gewünscht ist. Diese Flächen und Bereiche werden mit einem Schneidmesser freigeschnitten. An den Schnittkanten verbleiben verfahrensbedingt Spuren des manuellen Messereinsatzes. Die Schnittführung kann daher, selbst mit Einsatz einer Schneidlehre unruhig wirken.
Der Einsatz eines Haftvermittlers wird für Bauteile eingesetzt, die eine unlösbare Verbindung zwischen der PVC-Schicht und der Bauteiloberfläche funktionsbedingt benötigen.
Die Anwendungsbeispiele beschichteter Produkte sind so vielfältig wie die Wünsche und Prioritäten unserer Kunden der verschiedensten Branchen. So vertrauen selbst Kunden der Medizintechnik auf die Werkstoffeigenschaften unserer Covytec-PVC-Werkstoffreihe.
Eine dieser Prioritäten und wichtigen Voraussetzungen aus dem erweiterten Umfeld der Lebensmittelbranche ist die Detektierbarkeit des PVC-Werkstoffes von Produkten, die je nach Anwendungsfall auch auf Bestandteile von PVC-Beschichtungen übertragen werden kann. Sinngemäß wird die Detektierbarkeit in dem Blogbeitrag Detektierbare Kappen ausführlich besprochen.
Die Wandstärke wird am oberen Beschichtungsrand zerstörungsfrei gemessen.
Sie nimmt verfahrensbedingt zum unteren Ende des beschichteten Bauteils kontinuierlich zu.
Ablaufspuren und Ablauftropfen sind verfahrens- und insbesondere geometriebedingt nicht zu vermeiden.
Das Freiräumen von Funktionsflächen erfolgt mit einem Schneidmesser. An den Schnittkanten verbleiben verfahrensbedingt Spuren des Messereinsatzes. Die Schnittführung kann, selbst mit Einsatz einer Schneidlehre unruhig wirken.
Bei Verwendung eines Haftvermittlers wird aus optischen Gründen der Beschichtungsrand nach dem Tauchvorgang leicht über den aufgetragenen Bereich hinausragen. Dieser Beschichtungsrand kann mit einem Spatel angehoben werden.
Bei Komplettbeschichtungen wird die Beschichtung an der Stelle der Aufhängung eine Fehlstelle aufweisen.
Sie stellen allesamt keine Qualitätsmängel dar. Wir bitten diese Hinweise bei der Beurteilung der Anlieferqualität zu berücksichtigen.
In Ihrer Funktion als strategischer Einkäufer, als Ansprechpartner in der Abteilung Konstruktion und Entwicklung, als Techniker, Qualitätstechniker, Produktions- oder Betriebsleiter sind Sie an weiteren, detaillierten Informationen über das Beschichten mit PVC, insbesondere über die zu beachtenden Besonderheiten, Einschränkungen und Konstruktionsempfehlungen interessiert?
Nachfolgend exemplarisch gezeichnete und als ideale Querschnittsgeometrien bezeichneten Formen sind dafür geeignet, das Bauteil ohne Verwendung eines zusätzlichen Haftvermittlers beschichten zu können. Die PVC-Beschichtung schrumpft nach der abschließenden Wärmebehandlung vollständig auf die Oberfläche des Bauteils auf.
Vereinfacht könnte man sagen, dass sich jede Querschnittsgeometrie zur Beschichtung ohne Haftvermittler eignet, bei der ein übergestülptes Gummiband oder ein aufgezogener Gummiring jede Ecke, jeden Radius und jede Fläche des Bauteils vollständig berührt.
Durch den Einsatz eines Haftvermittlers ist es möglich, einem zugspannungsbedingten Ablösen der Beschichtung von der Bauteiloberfläche kritischer Querschnittsgeometrien entgegenzuwirken.
Der Haftvermittler wird nicht vollflächig, sondern nur partiell auf den als kritisch zu beurteilenden Stellen des Bauteils aufgebracht. Die PVC-Schutzschicht wird nach der abschließenden Wärmebehandlung an diesen mit dem Primer behandelten Stellen eine unlösbare Verbindung mit der Bauteiloberfläche eingehen und sich nur mechanisch oder chemisch entfernen lassen.

Da der Haftvermittler insbesondere auf metallischen Oberflächen als weißlicher Belag sichtbar sein würde, wird aus optischen Gründen generell darauf geachtet, dass der obere Beschichtungsrand nach dem Tauchvorgang über den mit Primer vorbehandelten Bereich hinausragt. Nur der äußerste Rand der Beschichtung kann mit einem Spatel angehoben werden. In diesem Zusammenhang bitten wir bei der Beurteilung der Anlieferqualität unsere Qualitätshinweise zu berücksichtigen.
Dunkle Farbtöne wie schwarz und anthrazitgrau sind hervorragend UV- und Witterungsbeständig. Verantwortlich hierfür ist das UV-stabile Farbpigment Ruß, das einen hohen prozentualen Anteil an der Rezeptur des verwendeten Farbbatches hat.
In hellen Farben beschichtete Bauteile, die in der Praxis der Freibewitterung ausgesetzt sind, muss dem PVC-Werkstoff ein UV-Stabilisator zur Rezeptur beigemischt werden.
Da sowohl das flüssige Grundmaterial (PVC-Plastisol) als auch der UV-Stabilisator eine gelbliche Eigenfarbe haben, wird hierdurch die Genauigkeit des RAL-Farbtons minimal beeinflusst. Der Einsatz der Schutzkappen oberhalb der empfohlenen Dauereinsatztemperatur führt besonders bei hellen Farben zu einer gelblichen Verfärbung. Aus vorgenannten Gründen bestätigen für unsere Standardfarben und Sonderfarben nur ähnlich der RAL-Nummer.
Um ein optimales Beschichtungsergebnis zu erzielen, sollten die zu beschichtenden Bereiche der Bauteile öl- und fettfrei, mit einer technisch glatten, nicht polierten, vorzugsweise sand- oder glasperlengestrahlten Oberfläche beigestellt werden.
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