Optimierte Systemdichtigkeit bei UV-Packern: Effizienzsteigerung durch innovative PVC-Beschichtung

Optimierte Systemdichtigkeit bei UV-Packern: Effizienzsteigerung durch innovative PVC-Beschichtung

Im Rahmen eines gemeinsamen Entwicklungsprojekts der Kanaltechnik Schuster GbR und der HAMCO GmbH wurde ein zentraler Schwachpunkt in der grabenlosen Kanalsanierung gezielt adressiert: die Systemdichtigkeit beim Einbau UV-härtender GFK-Schlauchliner (GFK = Abk. für Glasfaser-Kunststoff) muss verbessert werden. Durch eine werkstofftechnische Weiterentwicklung der beteiligten Bauteile konnte nicht nur die Leckagerate signifikant reduziert, sondern auch die Energieeffizienz im gesamten Einbauprozess nachhaltig verbessert werden.

Ausgangssituation

Für eine optimale UV-Lichthärtung von GFK-Schlauchlinern ist ein stabiler und gleichmäßiger Betriebsdruck essenziell. Typischerweise werden Drücke von bis zu 600 mbar eingesetzt, um eine kraftschlüssige Anlegung des Liners an die Altrohrwandung sicherzustellen. Der unter permanentem Innendruck stehende, harzgetränkte Liner wird so gleichmäßig verdichtet und mittels eines rundum abstrahlenden UV-Kaltlichtbandes ausgehärtet – eine Grundvoraussetzung für die strukturelle Integrität des späteren Rohrsystems.

In der Praxis zeigt sich jedoch häufig ein ineffizienter Betrieb durch Druckluft- bzw. Leckageverluste. Diese treten insbesondere im Bereich der Dichtflächen der sogenannten Packer auf, die das Rohrsanierungspaket aus harzgetränktem Liner, Trennfolie, UV-Lichtband und der Schub-/Zugstange auf beiden Enden des Pakets gegen die Altrohrwandung abdichten.

Die Folge

Der erforderliche Volumenstrom, der für die optimale Anlage des Liners an die Innenwand des Rohres benötigt wird, muss wegen der Leckageverluste vom Verdichter kompensiert werden. Dies führt nicht nur zu erhöhtem Strombedarf, sondern auch zu verstärktem Verschleiß der eingesetzten Verdichtertechnik.

Lösungsansatz

Beschichtung wichtiger Systembauteile mit höher-UV-beständigem PVC mittlerer Härte.
Zur gezielten Optimierung der Systemdichtigkeit wurde im Projekt eine spezielle PVC-Beschichtung auf den Packerkörpern sowie den relevanten Dichtflächen appliziert. Diese Beschichtung erfüllt mehrere technische Funktionen gleichzeitig:

  • Verbesserte Oberflächenhomogenität: Unebenheiten und mikroskopische Poren werden reduziert, wodurch potenzielle Leckagepfade minimiert werden.
  • Erhöhte Anpassungsfähigkeit: Die beschichteten Oberflächen passen sich besser an geometrische Unregelmäßigkeiten im Altrohr an.
  • Reduzierung von Mikroundichtigkeiten: Insbesondere an kritischen Übergängen zwischen Packer und Rohrwandung wird die Dichtigkeit deutlich erhöht.

Die Wahl von PVC der Covytec Werkstoffreihe als Beschichtungsmaterial wesentlicher Systembestandteile, wie die der Packer, erfolgte aufgrund der hervorragenden Eigenschaften gegenüber mechanischer Beanspruchung, chemischen Einflüssen sowie der Möglichkeit über die Hinzugabe von Additiven, eine nochmals verbesserte Beständigkeit gegen hohe UV-Strahlung zu erzielen – ein entscheidender Faktor im Kontext der UV-Härtung.

Fazit

Das gemeinsame Entwicklungsprojekt zeigt eindrucksvoll, welches Potenzial in der gezielten werkstofftechnischen Optimierung liegt. Durch die Applikation einer hochbeständigen PVC-Beschichtung konnte ein bestehendes System der grabenlosen Kanalsanierung signifikant verbessert werden – ohne komplexe konstruktive Eingriffe.

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