Wer an Tauchen denkt, hat meist die Unterwasserwelt vor Augen. Dass sich hinter dem Begriff auch ein vielseitiges Verfahren zur Herstellung von Kunststoffteilen und zur Beschichtung von Bauteilen verbirgt, ist weit weniger bekannt. Holger Becker, Betriebsleiter bei HAMCO, beschäftigt sich seit rund 30 Jahren mit dieser Fertigungstechnik. In Folge 160 des SKZ-Podcasts „KUNSTSTOFF: nachgefragt“ berichtet er über seine Erfahrungen aus der Praxis, besondere Herausforderungen und überraschende Einsatzmöglichkeiten.
Aus Erfahrung wurde Unternehmertum
Nach seiner Ausbildung zum Industriemechaniker wechselte Holger Becker in den Werkzeugbau eines Kunststoffverarbeiters. Dort wurde er auf das Tauchverfahren aufmerksam und wechselte schließlich in die Taucherei. Hier konnte er seine bisherigen technischen Kenntnisse mit den praktischen Anforderungen des Tauchens und Beschichtens verbinden und entwickelte sich zu einer wichtigen Stütze der Abteilung.
Seine Erfahrungen bildeten später die Grundlage für den Schritt in die Selbstständigkeit. Mit seinem eigenen Unternehmen spezialisierte er sich auf die Herstellung getauchter Kunststoffteile und die Beschichtung von Bauteilen. Als er mit seinem Unternehmen zu HAMCO kam, brachte er dieses Praxiswissen mit. Heute ist Holger Becker Betriebsleiter am Standort Oberhonnefeld.
Wenn Erfahrung den Unterschied macht
Was auf den ersten Blick einfach erscheint, verlangt in der Praxis ein hohes Maß an technischem Verständnis und Erfahrung. Denn beim Tauchverfahren beeinflussen zahlreiche Faktoren das Ergebnis – vom Verhalten des PVC-Plastisols über die Temperaturführung bis hin zur Geometrie der Tauchwerkzeuge und der zu beschichtenden Bauteile.
Im SKZ-Podcast gibt Holger Becker Einblicke in diese Zusammenhänge und erläutert, welche Anforderungen die zuverlässige Beherrschung des Verfahrens stellt. Seine langjährige Erfahrung steht dabei beispielhaft für das Fertigungs-Know-how, das HAMCO im Bereich des Tauchens und Beschichtens aufgebaut hat.
Ein Verfahren, überraschende Anwendungen
Wie unterschiedlich die Einsatzmöglichkeiten des Tauchverfahrens sein können, verdeutlicht Holger Becker im Podcast anhand zweier Beispiele.
Die Wasserpumpenzange kennt wohl jeder Heimwerker. Was viele nicht wissen: Ihre Griffe können mit separat getauchten PVC-Griffhüllen versehen werden, die anschließend aufgeklebt werden. Alternativ lassen sich die Zangengriffe direkt mit PVC beschichten. Bei geeigneter Oberflächenvorbereitung und Verwendung eines Haftvermittlers (Primers) kann dabei eine praktisch unlösbare Verbindung zwischen Metall und Kunststoff entstehen.
Weitaus spezieller ist ein Beispiel aus der Medizintechnik: die Herstellung von Darmrohren mit einer anspruchsvollen Geometrie. Hier kommt es nicht nur auf die Formgebung an, sondern auch auf ein PVC-Plastisol, dessen Eigenschaften auf die besonderen Anforderungen der Anwendung abgestimmt sind.
Beide Beispiele verdeutlichen, wie sehr sich die Anforderungen an das Tauchverfahren je nach Anwendung unterscheiden können.
Holger Becker im SKZ-Podcast
Welche Möglichkeiten bietet das Tauchverfahren, wo liegen seine Grenzen und warum lohnt es sich, diese Fertigungstechnik bei der Suche nach einer geeigneten Kunststofflösung zu berücksichtigen? Darüber und über weitere Erfahrungen aus seiner langjährigen Praxis spricht Holger Becker in Folge 160 des SKZ-Podcasts „KUNSTSTOFF: nachgefragt“.
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Weiterführendes Wissen zum Tauchverfahren
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