Härte nach Shore A

Shore-A-Härte anschaulich erklärt – Pfennigabsatz im Rasen

Wenn der Absatz auf Tauchstation geht

Die Gartenparty lief bestens. Die Sonne schien, die Gäste waren gut gelaunt und eine Dame bewegte sich mit eleganten Stöckelschuhen über den gepflegten grünen Rasen. Dass ihre Absätze dabei ein wenig einsanken, hatte sie einkalkuliert. Auf ihren stilvollen Auftritt wollte sie schließlich nicht verzichten.

Doch dann kam der Regen, kurz und intensiv. Die Party wurde für kurze Zeit nach drinnen verlegt.

Der Regenschauer hatte die Luft angenehm abgekühlt. Die Dame wollte die Gelegenheit nutzen und ging wieder hinaus in den Garten.

Womit sie allerdings nicht gerechnet hatte: Der Rasenboden war durch den Regen deutlich weicher geworden. Ihre Absätze versanken nun wesentlich tiefer als zuvor, und der elegante Auftritt drohte beinahe mit einem unfreiwilligen Sturz zu enden.

Gleicher Absatz, gleiche Gewichtskraft, gleicher Untergrund – aber eine andere Eindringtiefe.

Was hat das mit weichen, elastischen Kunststoffen zu tun?

Bei weichen, elastischen Werkstoffen lässt sich die Härte mithilfe eines genormten Eindringkörpers bestimmen. Für die Covytec®-Weich-PVC-Werkstoffe gibt der Plastisol-Hersteller hierfür die DIN ISO 48-4 an.

Bei der Shore-A-Prüfung wird ein genormter Eindringkörper aus gehärtetem Stahl mit einer festgelegten Prüfkraft auf die Werkstoffoberfläche gedrückt. Er hat die Form eines kleinen, abgestumpften Kegels mit einer flachen Spitze von nur etwa 0,8 mm Durchmesser. Je tiefer er eindringt, desto niedriger ist der gemessene Shore-A-Härtewert.

Auch Thermoplastische Elastomere (TPE) können in unterschiedlichen Härtegraden verarbeitet werden. So lassen sich die Eigenschaften eines elastischen Kunststoffteils gezielt an seine Anwendung anpassen.

Ob Pfennigabsatz oder genormter Eindringkörper – wie tief es auf Tauchstation geht, hängt davon ab, wie stark der Untergrund nachgibt.

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